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Mendel – Codeknacker des Lebens

Man erinnert sich vage an die Gesetze der Vererbung die man im Biologieunterricht durchgenommen hat. Die Erklärung warum wir Merkmale unserer Eltern übernehmen oder auch nicht. Von der Form der Nase bis zu unserer Haar- oder Augenfarbe, alles ist durch die Gene bestimmt. Herausgefunden, dass manche Eigenschaften bestimmend sind war ein Mönch namens Gregor Johann Mendel.

 

Mendel – Als Priester den Erbanlagen auf der Spur

Die Mendelschen Regeln sind durch ausgiebige Forschung und Experimente entstanden. Rund 8 Jahre lang führte Mendel die Versuche an Erbsenpflanzen im Brünner Klostergarten durch, indem er weißblühende Pflanzen mit rotblühenden immer wieder kreuzte. Das Resümee seiner Arbeit fasste er in den uns heute bekannten drei Regeln zusammen:

 

1. Die Uniformitätsregel, welche besagt das die erste Generation (bei Mendel auch bekannt als F1), nach Kreuzung der reinerbigen Elternpflanzen dasselbe Aussehen hat. Ist einer der Elternpflanzen nicht reinerbig gewesen, wird die nächste Generation nicht uniform.

2. Die Spaltungsregel, gilt für die darauffolgende Generation (von Mendel F2 genannt) bei der dominant-rezessiven Vererbung wird hierbei ein Verhältnis von 3:1 erkennbar. Bei den Erbsenpflanzen würde das heißen, dass in der F2-Generation drei rote Pflanzen erscheinen und eine weiße, da rot das dominante Merkmal ist.

3. Die Unabhängigkeitsregel, bei der zwei Merkmale der Elternpflanzen an die F1 weitergegeben werden und wie der Name bereits sagt, in unabhängiger Form. Mendel entdeckte das, indem er Erbsen kreuzte, deren Früchte grün und eckig waren und Früchte die gelb und rund waren. In der F2 Generation entstehen dabei Früchte die sowohl wie die Elterngeneration aussehen als auch zwei neue. Nämlich Früchte die grün und rund sind oder gelb und eckige Früchte.

 

An der Erbsenpflanze experimentierte Mendel 8 Jahre lang

An der Erbsenpflanze experimentierte Mendel 8 Jahre lang

 

Erkenntnisse gewinnen durch Kontrolle

Das Feld der Biologie zur Zeit Mendels wies noch weitaus mehr Fragen auf als es heute der Fall ist. Er kannte die Theorien von Charles Darwin, wollte aber die Entstehung von Arten durch kontrollierte Experimente erforschen. Nachdem seine Versuche mit Erbsenpflanzen abgeschlossen waren wandte sich Mendel dem Habichtskraut zu. Dazu arbeitete er sorgfältig mit den Habichtskraut-Pflanzen und erhoffte sich ebenso gute Ergebnisse zu erzielen wie es bereits bei den Erbsen der Fall gewesen war.

 

Was Mendel zu dieser Zeit allerdings noch nicht wusste und Botanikern auch heute noch ein Rätsel ist, dass das Habichtskraut sich anders vermehrt. Das Fortpflanzungsverhalten der Pflanzen ist unberechenbar und dadurch auch das Aussehen ihrer Nachkommen. Dadurch war sie für Mendels Zwecke unbrauchbar und trug zur Erbschaftslehre daher wenig bei.

 

Fazit

Mendels Wissens- und Erforschungsdrang war sehr ausgeprägt und er nutzte die ihn zur Verfügung stehenden Ressourcen gänzlich aus, um wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Neu an seiner Herangehensweise war vor allem, dass er sich auf bestimmte Merkmale konzentrierte und das der Ausgang seiner Versuche von ihm statistisch ausgewertet wurde. So war ihm die Formulierung der Mendelschen Regeln möglich, die zu seiner Zeit allerdings kaum entsprechend gewürdigt wurden. Interessant bei der Betrachtung seines Werkes ist auch, dass zu seiner Zeit Begriffe wie Gene oder Chromosomen noch nicht bekannt waren und er den Ablauf der Vererbung dennoch entschlüsselte. Seine genauen Aufzeichnungen waren der Grundstein der Genetik.

 

Dokumentation ist auch bei einer neuen Idee erforderlich. Weil wir das auch wissen, ist die Dokumentation Bestandteil unserer Workshops, insbesondere bei der Ideentrainerausbildung und bei unseren InnoCamps®. Denn so kann man die Stadien ihrer Entwicklung nachvollziehen und mögliche Probleme im Vornherein ausräumen. Die Ergebnisse eines Projekts werden dabei durch Genauigkeit bestmöglich präsentiert. So sind meistens weniger Versuche als bei Mendel nötig.


Bleiben Sie neugierig und innovativ!

Ihr InnoCademy-Team

Bildquelle: Pixabay und Unsplash


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Falk Mahlendorf

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