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Bionik-Innovationen der Natur

Die stärkste Innovationkraft bleibt wohl die Natur. Denn vieles, was wir aus der Bionik lernen, verbessert unser Verständnis für Funktionen und deren Bauweise. Dabei geht es nicht nur um das Nachbauen der Natur, sondern auch von ihr zu lernen. Ingenieure, Mediziner und Forscher profitieren immer mehr von dem, was es schon vor uns gab.

 

Flora und Fauna verfügen über Fähigkeiten, die uns immer wieder ins Staunen versetzen. Ob in der tiefsten See, der bittersten Kälte oder in der trockensten Wüste erweisen sich spezielle Lebewesen als Überlebenskünstler, Technik-Koryphäen und talentierte Konstrukteure. Hier einige Beispiele:

 

Der Dornteufel

Die Echse, die an einen kleinen Drachen erinnert, hat an ihrem ganzen Körper Dornen. Man findet ihn in den Trockengebieten Australiens, sogar am Ayers Rock. Dort findet man nicht immer frisches Wasser, aber das ist für das Reptil kein Problem, da der Dornteufel eine besondere Fähigkeit hat. Ihm läuft quasi das Wasser im Mund zusammen. Das ist durch seine Haut-Struktur möglich, auf der sich das Wasser aus der Umgebung sammelt und in eine Art Kanalsystem zwischen den Schuppen läuft. Motorenbauer wollen sich dieses Prinzip abschauen und die Struktur des Kanalsystems auf technische Bauteile übertragen. Dadurch wird eine bessere Befeuchtung mit Schmierstoffen und anderen Flüssigkeiten realisierbar.

 

Dornteufel

Dornteufel – Bildquelle: Pixabay

 

Der Zwergtintenfisch

Ein leuchtendes Vorbild der Symbiose. Der kleine Meeresbewohner lebt in vielen Küstengebieten der Welt. Mit Hilfe von biolumineszenten Bakterien, die in seinem Leuchtorgan wohnen, versteckt sich der Zwergtintenfisch vor Räubern. Seine Silhouette wird überstrahlt und im einfallenden Licht verschwindet er. Hilfreich könnte dieses Zusammenleben in der Medizin werden. Auch in unserem Darm, unserer Haut und den Schleimhäuten profitieren wir von nützlichen bakteriellen Symbiosen. Sind diese gestört hat dies meist Krankheiten wie Depressionen, Diabetes, Fettleibigkeit oder Schlafstörungen zur Folge. Eine genauere Untersuchung der Sepiolidae gibt weitere Einblicke in diese Wechselwirkungen und in die Funktionen des Körpers.

 

Zwergtintenfisch

Zwergtintenfisch – Bildquelle von © Hans Hillewaert, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=1798414

 

Der blaue Morphofalter

Schmetterlinge zählen zu den fragilsten Lebewesen, die wir kennen. Dennoch geben sie oft Grundlage für Innovationen. Die Oberfläche der Flügel erscheint glatt, hat aber eine außergewöhnliche Nanostruktur. Die mikroskopisch kleinen Schuppen sind übereinandergeschichtet und erinnern an die Ziegel eines Daches. Dieser Aufbau ermöglicht das Sonnenlicht besonders effizient zu brechen und zu reflektieren. Der Morphofalter hält sich so warm und erscheint für unsere Augen blau. Nach diesem Prinzip haben Forscher einen Infrarotdetektor entwickelt, der sich sowohl schnell aufheizt als auch abkühlt. Es ermöglicht dadurch auch kleine Temperaturschwankungen sichtbar zu machen.

 

Morphofalter

Morphofalter – Bildquelle: Pixabay

 

Fazit

Wir als Innovationsagentur nutzen in unseren Projekten mit unseren Kunden einen ähnlichen Ansatz: Zum Generieren neuer Ideen kommt u. a. die Methode „Ideenschwamm“ zum Einsatz. Die Technik dahinter ist eine systematische Inspirationsrecherche, die nach kreativen und schöpferischen Höchstleistungen in der Natur, anderen Branchen und Disziplinen sucht. Das Ziel dabei ist das Erkennen von Parallelen, um diese dann auf das Ausgangsproblem zu übertragen.

 

Das waren nur drei Beispiele aus der Bionik. Wissenschaftler untersuchen weiterhin die Natur und werden noch einige bahnbrechende Entdeckungen machen, die für die künftige Technik förderlich ist, abgeschaut aus der Tier- und Pflanzenwelt unserer Erde.

 

Bleiben Sie neugierig und innovativ!

Ihr InnoCademy-Team


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Falk Mahlendorf

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